Veröffentlichung der Universitätsbibliothek Würzburg
Renate Schindler, Würzburg University Press, 190 Seiten
Die Ausstellung „Fakt – Fake“ der Universitätsbibliothek Würzburg im Herbst 2024 war Anlass, sich mit der wohl bekanntesten Fossilienfälschung des 18. Jahrhunderts, den sogenannten Würzburger Lügensteinen, erneut zu beschäftigen.
Durch die Untersuchung bislang unberücksichtigter zeitgenössischer Quellen – zu den beteiligten Personen und zu den Lebensbedingungen in Eibelstadt, dem „Fundort“ der Steine – gelingt ein differenzierterer Blick auf die Hintergründe der Affäre.
Ein eigenes Kapitel befasst sich mit der Rezeptionsgeschichte. Deren Analyse zeigt, dass zahlreiche Behauptungen, die scheinbar gesichert sind, sich als spätere Zutaten erweisen, die mehr über ihre eigene Entstehungszeit aussagen als über die Vorgänge selbst.
Im Anhang sind die Verhörprotokolle der amtlichen Untersuchung aus dem Jahr 1726, die sich heute im Staatsarchiv Würzburg befinden, abgebildet und transkribiert, womit weitere Forschungen zu diesem Thema erleichtert werden.
Schriftenreihe/Band: Veröffentlichungen der Universitätsbibliothek Würzburg / 1
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